Besinnliche Texte, Impulse und Bilder aus dem Kontext des Bildungshauses St. Michael Kassel


Text, entstanden im Bibelkreis "Jesaja - Licht in der Dunkelheit"


Jesaja 35
Original und Gedanken aus der Gruppe – Januar 2012



1 Die Wüste und das trockene Land sollen sich freuen, die Steppe soll jubeln und blühen.

Die Natur frohlockt und jubelt.
Ein wunderbares Bild: Was in mir ausgetrocknet ist, soll in mir lebendig werden.

2 Sie soll prächtig blühen wie eine Lilie, jubeln soll sie, jubeln und jauchzen. Die Herrlichkeit des Libanon wird ihr geschenkt, die Pracht des Karmel und der Ebene Scharon. Man wird die Herrlichkeit des Herrn sehen, die Pracht unseres Gottes.

Wie prächtig ist alles,
wie herrlich geschmückt!
Für uns gemacht, uns zur Freude!


3 Macht die erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Knie wieder fest! 4 Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht! Seht, hier ist euer Gott!

Wenn ich mutlos, resigniert bin, wenn ich depressiv erstarre, dann hilf mir, anzunehmen, wieder aktiv zu werden und mein Schicksal furchtlos anzugehen.
Festige die stolpernden Knie, wenn ich aus dem Lebensrhythmus gekommen bin,
wenn ich am Boden zerstört bin.
Wenn ich nicht mehr weiter weiß, schicke mir eine helfende Hand, die da ist, damit ich mich wieder aufrichten kann und Kraft finde weiterzugehen.
Jesaja spricht zu Dir und mir:
Verharre nicht in Lethargie, vertraue auf Gott, er hilft Dir, stark zu sein.
Verzage nicht, egal, was kommt. Gott wird den Weg zeigen. Vertraue seiner Verheißung.
Stärke mit dieser Überzeugung Deine Mitmenschen.

5 Dann werden die Augen der Blinden geöffnet, auch die Ohren der Tauben sind wieder offen. Auch Blinde und Taube können innerlich frei sein von allem Übel und Leid.

Wo ich blind bin, für das Geschenk meines Lebens möchte ich sehend werden durch Gottes Hilfe.

6 Dann springt der Lahme wie ein Hirsch, die Zunge des Stummen jauchzt auf. In der Wüste brechen Quellen hervor und Bäche fließen in der Steppe.
7 Der glühende Sand wird zum Teich und das durstige Land zu sprudelnden Quellen. An dem Ort, wo jetzt die Schakale sich lagern, gibt es dann Gras, Schilfrohr und Binsen.

Durch Einsicht und Umkehr gelangen die Menschen und auch ich selbst zu einem Neuanfang.

8 Eine Straße wird es dort geben; man nennt sie den Heiligen Weg. Kein Unreiner darf ihn betreten. Er gehört dem, der auf ihm geht. Unerfahrene gehen nicht mehr in die Irre.

Ich vertraue darauf, dass Gottes Güte allen die Chance gibt, diesen Weg zu betreten.
Ja, auch die Unerfahrenen gehen nicht mehr in die Irre. Denn sie haben dazu gelernt.


9 Es wird keinen Löwen dort geben, kein Raubtier betritt diesen Weg, keines von ihnen ist hier zu finden. Dort gehen nur die Erlösten.

Mein Gott, du wirst auch die verwandeln, die auf Kosten anderer leben, die sagen: Hier komme ich und kein anderer.
Die, die über andere schlecht reden und andere reinlegen, du machst sie in der Seele gesund.

10 Die vom Herrn Befreiten kehren zurück und kommen voll Jubel nach Zion. Ewige Freude ruht auf ihren Häuptern. Wonne und Freude stellen sich ein, Kummer und Seufzen entfliehen.

Ich denke, während ich diese Worte lese, an die Worte von Arno Geigers Vater, der an Alzheimer erkrankte: Ein Leben ohne Probleme ist nicht leichter.
Guter Gott,
Jesaja beschenkte uns mit dieser großen Vision. Sie kann uns stärken und aus der Dunkelheit reißen.
Lass uns aber auch in der Wirklichkeit, die manchmal schwer ist, das Gute erkennen.
Hilf uns, Probleme anzupacken, damit die Steppe in uns jubeln und blühen kann. Amen

Anschrift:

Bildungsforum Sankt Michael

Die Freiheit 2

34117 Kassel

Tel    0561 7004170

Fax.  0561 7004150

E-Mail:

 

und mehr unter